Man muss auch mal dreckig gewinnen. Gegen einen starken Gast aus Havixbeck war in der letzten halben Stunde eine härtere Gangart vonnöten um das Spiel nach Hause zu schaukeln. Zuvor sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit den besseren Chancen auf Seiten der Heimmannschaft, die aber - eben diese 30 Minuten vor Schluss - aufgrund einer Gelb-Roten Karte personell ins Hintertreffen geriet.

Im Vergleich zur Vorwoche gab es nur eine Änderung. Für Jo reichte es nach seiner Rückenverletzung noch nicht wieder, so dass Ben ins linke Mittelfeld wechselte.

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Die Vorzeichen waren klar. Ein Sieg gegen Havixbeck und die Gäste würden mit sieben Punkten Rückstand zurück in die Baumberge fahren. Umgekehrt wäre der Gegner mit einem Sieg bis auf einen Punkt herangerückt.

Dementsprechend motiviert gingen beide Teams ins Spiel, was diesem aber nicht wirklich gut tat. Bei aller Intensität war es im ersten Durchgang ein doch eher zerfahrenes Spiel in dem Aasee nicht viel zuließ, selbst aber auch nur nach Fehlern der Gästeabwehr torgefährlich wurde.

So war es keine große Überraschung dass eine Standardsituation zur Führung genutzt werden musste. Eine Ecke von Sajad köpft Lars ins Tor (20.). Ganz simpel, unspektakulär und zu diesem Zeitpunkt auch einigermaßen verdient.

Bis zur Pause hätte Aasee noch zweimal treffen können, nachdem sich einmal Daniel auf rechts und einmal Johnny auf links durchsetzen konnten, innen aber Ben bzw. Sajad knapp verpassten. Havixbeck brachte ein paar Fernschüsse zusammen, die aber kein Problem für Andre darstellten.

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In der zweiten Hälfte kam Aasee zunächst besser ins Spiel. Die Abwehr stand weiter so dass die Gäste nicht zum Abschluss kamen, während auf der Gegenseite mit schnellem Spiel die frei werdenden Räume genutzt wurden. Vor allem Ben wurde immer öfter auf der linken freigespielt, verpasste es aber zweimal die Vorentscheidung herbeizuführen.

Nach gut 60 Minuten sah Johnny gelb-rot. Nach einem Handspiel im ersten Durchgang wurde ihm eine unübersichtliche Situation vor dem Havixbecker Tor zum Verhängnis, in der zu hart eingestiegen sein soll.

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Die Gäste witterten Morgenluft und drängten mit Macht auf den Ausgleich, allerdings weiterhin ohne echte Torchancen herausspielen zu können. Blau-Weiß stemmte sich dagegen und griff immer häufiger zu harten Attacken, die ihre Wirkung nicht verfehlten.

Nach einer weiteren Ampelkarte gegen Lars, galt es in zweifacher Unterzahl noch acht (!) Minuten Nachspielzeit zu überstehen, was mit Kampfkraft und Geschick auch gelang.

Am lautesten jubeln durfte nach dem Abpfiff wohl Gregor, der selbst 20 Jahre in Havixbeck gekickt hat, und sich auch heute noch neben den Ergebnissen der BWA-Damen, immer direkt nach denen seiner ehemaligen Mannschaft erkundigt.

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Fazit: Ein ungeheuer wichtiger Sieg gegen einen guten und hochmotivierten Gegner. Der Grundstein wurde wieder mal in der Abwehr gelegt, die nur eine echte Chance zuließ. Ansonsten wurde Havixbeck nur durch Fernschüsse und Standards gefährlich. Ein Wermutstropfen ist die erneute schwere Knieverletzung bei Sebastian.
In der nächsten Woche wartet in Reckenfeld auf vermutlich tiefem Rasen das nächste Kampfspiel.


Blau-Weiß Aasee: Roos - Cakir, Reher, Gerlach, Effing - Kampschulte, Mertens, Frieg, Becker (75. Schmohl, 85. Könemann) - Jötten, Naseri (70. Davidoaia)

1:0 Frieg (20.min, Naseri)

Gelb-Rot: Jötten (60.min), Frieg (89.min)

Spieler des Spiels: Lars Frieg

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Nicht nur wegen seines Treffers war Nicolaes zärtlicher Cousin heute der Matchwinner. Seine enorm vielen Ballgewinne waren besonders wichtig. Ausserdem stark: Andre als sicherer Rückhalt in der Schlussphase und Thorsten als Abwehrchef.


Die Tabelle

Saxonia hat in Gimbte verloren, Gremmendorf gegen Sprakel nur einen Punkt geholt und Havixbeck haben wir selbst geschlagen. So kommt es plötzlich zu dieser erfreulichen Tabellensituation:
Tabelle


Und so sah es der Gegner:

Havixbeck ziemlich rüde gebremst

aus der WN

Havixbeck - „Die Mannschaft war top motiviert, gut vorbereitet und hat alles gegeben - aber es sollte wohl nicht sein.“ Tobias Terschluse wollte seinem Team, der Havixbecker Zweitvertretung, nach der unglücklichen 0:1-Niederlage bei Blau-Weiß Aasee keinen Vorwurf machen.

In den ersten 45 Minuten passierte kaum etwas, viele ungenaue Pässe auf beiden Seiten bestimmten das Spiel, Havixbeck fand kein Mittel, die Begegnung in den Griff zu bekommen. Und dann kam, was in solchen Spielen kommen muss, nach einem Eckball fällt das glückliche 1:0 für den Gegner.

In Hälfte zwei dann warfen die Schwarz-Weißen alles in die Waagschale, um das Spiel noch zu drehen, aber der Gegner hielt dagegen. Das allerdings mit ziemlich rüden Mitteln: Zwei gelb-rote Karten des überforderten Schiedsrichters waren Beleg für die übergroße Härte, mit der die Gastgeber verhinderten, dass Havixbeck zu einem vernünftigen Spiel kommen konnte. „Das war unter aller Kanone, und ich bin am Ende froh, dass alle unsere Spieler gesund geblieben sind“, resümierte Terschluse.

Ich lasse das mal unkommentiert...